Freivorbau
Die Herstellung von Brücken im Freivorbauverfahren ist ein spezialisiertes Bauverfahren, das vor allem bei großen Spannweiten und schwierigen Geländeverhältnissen eingesetzt wird – etwa über Tälern, Flüssen oder Verkehrswegen. Es ermöglicht den Bau des Brückenüberbaus abschnittsweise von den Pfeilern aus, ohne dass ein Traggerüst oder eine Vorschubrüstung notwendig ist.
Die einzelnen Abschnitte – sogenannte Takte – werden nacheinander betoniert (symmetrisch oder unsymmetrisch). Jeder neue Takt wird an den vorherigen angespannt. Der Überbau benötigt aufgrund der hohen Biegemomente über der Stütze eine deutlich größere Bauhöhe als in der Feldmitte.
